Tricopter zusammengeklappt

Ein kleiner Umriss

Der Tricopter besteht aus 3 Armen und einer „Centerplate“. Außen sind die Brushless-Motoren mithilfe einer weiteren Platte (bei mir aus CFK) auf die Holzarme geklemmt.
Die Kabel werden mithilfe von Kabelbindern zu den Brushless-Reglern geleitet. Die wiederum bekommen die elektrische Versorgung von einem Akku, der unter die Centerplate gepackt (mit Klettband oder Ähnlichem gehalten) wird. Die Signalkabel von den Reglern aus führen dann zu der Platine. Die von der Platine ausgehenden Anschlüsse werden in den Empfänger gesteckt, der auch dadurch mit Strom versorgt wird.

Gliederung

  1. Benötigtes Material, Konponenten
  2. Bau des Rahmens
  3. Die Steuerungselektronik
  4. Zusammenfügen von Motoren, Elektronik und Rahmen
  5. Tipps, Verbesserungen

1. Benötigtes Material, Komponenten

Komponenten

Damit der Bau Reibungslos verläuft, sollten die folgenden Komponenten möglichst alle vorhanden sein, um längere Wartezeite zu verhindern.
Alle Komponenten habe ich bereits getestet und bin damit sehr zufrieden. Der Tricopter wird damit unter 1,2kg wiegen und ca. 200-300g (kleine Videokamera) noch ohne Probleme tragen können.

  1. KK-Multicopter oder Wii-Multicopter Platine – dazu später mehr
  1. 3 × 2213N 800Kv Brushless Motor
  2. 3 x TURNIGY Plush 18amp Brushless Regler
  3. 1 × 6 pack GWS 10*4.7 propellers
  4. 1 × 10 Pack Propeller Adapter
  5. 1 x BMS-385DMAX Digital Servo (Metallgetriebe)
  6. 1 × 3S 2200mAh Turnigy LiPo

  7. Mit 89,36 US-Dollar = 62,5814133 Euro ist die Komponentenliste (ausgenommen der Regelungselektronik) ein wirkliches Schnäppchen.
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Material

Für den Rahmen benötigst Du:

  1. 9mm Vierkant Holzleisten aus dem Baumarkt (~ 50cm lang)
  2. 15mm oder 20mm M2 oder M3 Schrauben mit Mutter
  3. Centerplate + Motorplates + Servoplates aus GFK oder CFK oder Holz
  4. Gier-Vorrichtung
  5. Kabelsatz

Die Holzleisten sollten kein Problem darstellen – einfach auf länge kürzen und erst einmal beiseite legen.
Die Centerplates und Motorplates hingegen werden von Dir mehr handwerkliches Geschick fordern.
Zunächst benötigst Du
eine Vorlage.
Vorlage für Tricopterplates
Sie stammt von David Windestål und ist sehr hilfreich.
Du schneidest dann die einzelnen Centerplate-Vorlagen, die Du ausgedruckt hast, grob aus und klebst sie (platzsparend) auf das gewünschte Centerplate Material.
Achtung! Nimm‘ nicht zu schwaches Material – es muss auch mit einigen Bohrungen noch genug Festigkeit haben.
Das sollte dann ungefähr so aussehen:

Verwendetes Material: 1.5mm CFK (Reste)
Dann nimmst Du deine Dekupiersäge oder deine Stichsäge (optimal – Du hast eine Fräse oder kennst jemanden, der eine Fräse besitzt) und sägst den Linien nach. Danach werden noch mit größter Genauigkeit die Bohrungen gemacht (deshalb die Vorlagen noch nicht nach dem sägen wegwerfen!)
Insgesamt benötigst Du für einen Tricopter:

  1. 2x Centerplate
  2. 4x Motorplate (für beide Frontmotoren)
  3. 2x Motorplate (für Heckmotor)
  4. 2x Servoplate (für hinteren Arm – gieren)

Und schon hast Du deine fertigen Centerplates, Motorplates und Servoplates.

noch ohne Servoplates

Gier-Vorrichtung

Nun kommen wir zu dem mitunter schwierigsten Bauabschnitt. Der Gier-Vorrichtung. Diese wird von einem Servo angesteuert und kippt den hinteren Motor seitwärts, damit Du gieren (um die eigene (Hoch-)Achse drehen). Ausßerdem gleicht sie das Drehmoment aus, das unweigerlich bei 3 Rotoren entsteht.
Was benötigen wir hierzu?

  • eine Welle, auf der der Hintere Motor sitzt
  • ein Kugellager, welches sich am Ende des hinteren Armes befindet und die Welle aufnimmt
  • ein Servoarmanschluss an die Welle und ein Servohalter

Eine Welle? Ein Kugellager? Wo soll ich das herbekommen?

So ähnlich erging es mir auch. Hier ist wichtig nicht aufzugeben. Es findet sich sicherlich etwas.
Ich habe beispielsweise ein alten Koxialheli genommen.

Dort wurde dann das Kugellager mit einem Minischleifer“rausgedremelt“ und von der Größe durch weiteres Schleifen mit Schmirgelpapier angepasst…

und schließlich einmal probeweise eingebaut. Alles bewegt sich schön spielfrei. Festigkeit und Spielfreiheit sollten im Mittelpunkt stehen

Die Anlenkung des Servos habe ich später noch geändert

Zu diesem schwierigen Bauabschnitt werde ich nach und nach einige Tipps hinzufügen. Das hier nur als eine Option. David Windestål hat dazu eine andere Lösung gefunden.

Die Kabel

Im Grunde genommen kann man mit der Verkabelung kaum etwas falsch machen (neben der Verpolung :D ). Tendentiell solltest Du versuchen so dicke Kabel wie möglich (wenig Verluste vom Akku zum Motor) zu benutzen, wobei Du das Gewicht so klein wie möglich halten solltest (länger Flugzeiten, bessere Beschleunigung). Dafür sind besonders Kabel mit Silikonhülle gut geeignet. Wie immer:

Ausprobieren hilft hier.

Damit sind wir mit den Materialien für den Rahmenbau durch.

2. Bau des Rahmens

Zum Teil wurde diese Kapitel schon vom vorherigen behandelt.
Du schaust erst einmal alle Komponenten an und überprüfst sie auf Fehler – gerade die Holzleisten sollten keine großen Verwindungen oder Ast-ansätze haben, da sonst große Bruchgefahr besteht.
Die Bohrungen werden in die Leisten gebohrt (maximal 20mm vom Ende entfernt (ebenfalls auf Vorlage))

Achtung! Auf diesem Foto sind Holzleisten an der falschen Bohrung in der Centerplate festgemacht worden. Die Korrekte befestigung ist die weiter hinten. Die vorderen sind die „Stopper“ beim Auffalten des Rahmens.Hier noch einmal richitg:

Danach werden die Motorplates am besten schon gleich mit den Motoren zusammen auf die beiden vorderen Arme geschraubt.

To be continued…